„Schnell, beeil dich“, treibe ich mich selbst an, als ich bemerke, dass meinem Baby die Augen zufallen. Soll ich essen, schlafen oder duschen?, frage ich mich und meine Gedanken rotieren. Schreiben! Entscheide ich mich. Denn ich möchte endlich mal wieder etwas Neues machen.
Natürlich, dreieinhalb Monate nach so einer Geburt mache ich seitdem jeden Tag Neues. Da wäre die Geburt an sich gewesen: Neu. Der Zustand im 10ten Monat schwanger zu sein: Neu. Und jetzt natürlich das erste wickeln, füttern, baden, greifen, lachen. Mutter zu werden ist eine Transformation. Nicht nur ein Baby wird geboren, auch eine Mutter.
Kein Wunder, dass danach viele Sachen schlichtweg nicht mehr passen! Und damit meine ich nicht nur die Jeans in Größe 36, sondern auch Freundschaften, die Beziehung oder der Job, für den man einst täglich alles gegeben hat und der einen (mich) nicht mehr wirklich erfüllt.
Was für eine Mutter bin ich? Eine, die alles haben kann
Als mein Baby etwa zwei Wochen alt war, habe ich es nachts angesehen und mich gefragt: Was für eine Mutter möchte ich eigentlich sein? Eine glückliche! ist mir sofort durch den Kopf geschossen. Und der zweite Gedanke war, eine Mutter, die ihren Sohn inspiriert.
Eine Mutter, die sich nicht aufopfert zwischen Kindererziehung, Haushalt und schlechtsitzendem Teilzeitjob. Die nicht von A nach B hetzt, geplagt von finanziellen Sorgen und schlechtem Gewissen, weil sie zu wenig Zeit für die Familie hat. Ich möchte eine Mama sein, die Alles hat! Genügend Zeit für ihr süßes Baby, ein Business, das sich nicht nach Arbeit anfühlt, sondern nach Leidenschaft und eine lebendige Beziehung voller Liebe.
Wie das gehen soll? So ganz genau, habe ich noch keinen Plan, aber mit diesem Artikel starte ich einfach mal in das Projekt: „Glückliche Mama mit Herzensbusiness, die anderen Mamas dabei hilft, von der Elternzeit ins Unternehmertum zu springen!“ (Vielleicht ein etwas langer Titel, aber an den Feinheiten feile ich noch beim nächsten Baby-Schläfchen!)
Interiormama – Die Kolumne für selbstständige Mamas und alle, die es werden möchten
Schreiben war schon immer eine Leidenschaft, der ich nachgehen wollte, für die aber nie genügend Zeit blieb. Dabei begann mein ganzer beruflicher Erfolg mit dem Schreiben. Mein Blog Generation Y, den ich 2016 ins Leben rief, lehrte mich meine ganzen SEO- und Newsletter Skills – die Grundlage für die Gründung meiner eigenen Onlinemarketing-Agentur.
Damals war ich mutig und drückte auf Veröffentlichen, obwohl ich Angst hatte, dass es peinlich sein könnte, Gedanken im Internet zu teilen. Heute, acht Jahre später, gibt es wohl nur noch wenige Menschen, die im Internet lesen und ich spiele mit dem Gedanken, einen YouTube Kanal zu eröffnen. Doch eins nach dem anderen.
Jetzt erstmal Leidenschaft: Ich möchte eine Kolumne namens Interiormama starten für alle Millenial-Moms, die gerade in ihren 30ern stecken. Jeden Freitag erscheint ein Artikel zu den Themen Selbstständigkeit, Mutterschaft, Weiblichkeit, Mitdreißiger-Angelegenheiten und allem was mich in der Woche beschäftigt hat. Los geht’s – hab ich eben wirklich auf Veröffentlichen gedrückt?

